Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB, Event-Tickets)

§ 1 Begriffsdefinitionen

Die RSD Musikproduktion Dresden GbR (nachfolgend RSD genannt) ist nicht selbst Veranstalter der angebotenen Veranstaltungen und hat damit keinen Einfluss auf deren Durchführung. Diese sind in der Obliegenheit des jeweiligen Veranstalters, der auch Aussteller der Tickets ist. Durch den Erwerb der Eintrittskarte kommen vertragliche Beziehungen im Hinblick auf den Veranstaltungsbesuch ausschließlich zwischen dem Karteninhaber (Kunden) und dem jeweiligen Veranstalter zustande. Möglicherweise gelten für diese rechtlichen Beziehungen eigene Allgemeine Geschäftsbedingungen des Veranstalters. Die RSD vertreibt die Tickets im Auftrag des jeweiligen Veranstalters als Vermittler oder als Kommissionär, es sei denn, die RSD ist im Einzelfall ausdrücklich selbst als Veranstalter ausgewiesen. Mit der Bestellung von Tickets beauftragt der Kunde RSD mit der Abwicklung des Kartenkaufes einschließlich Versand.

§2 Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“ genannt) gelten für die Vermittlung von Tickets bzw. Eintrittskarten (nachfolgend „Kauf oder Verkauf von Tickets“ genannt). Sämtliche Tickets werden von der RSD  stets im Namen und auf Rechnung des jeweiligen Veranstalters vermittelt.

Für den Fall, dass die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Veranstalters und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der RSD einander jeweils widersprechende Regelungen enthalten, haben die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der RSD insoweit Vorrang vor den spezifischen Bedingungen des Veranstalters.

§ 3 Zustandekommen der Verträge

(1) Das Angebot für einen Vertragsabschluss geht vom Kunden aus, sobald er den sog. „Kaufen-Button“ bzw. die entsprechend § 312j Abs. 3 BGB eindeutig beschriftete Schaltfläche angeklickt hat. Ein Kauf von Tickets kommt durch die E-Mail von RSD zustande, mit der eine vorausgegangene Online-Bestellung bestätigt wird. 

(2) Durch den Kauf eines Tickets kommt in Bezug auf den Veranstaltungsbesuch ein Vertrag ausschließlich zwischen dem Kunden und dem jeweiligen Veranstalter zustande. Der Name und die Adresse des Veranstalters werden im Bestellprozess genannt. Zwischen der RSD und dem Kunden kommt kein Vertrag über den Veranstaltungsbesuch zustande. Die RSD vermitteln Tickets nur im Namen und auf Rechnung des jeweiligen Veranstalters an den Kunden, einschließlich der Abwicklung des Ticketkaufs (Ticket-Versand, Zahlung). 

(3) Für die Richtigkeit der im Onlineauftritt von RSD enthaltenen Daten wird keine Gewähr übernommen.

(4) Beim Besuch der Veranstaltung gelten regelmäßig separate Geschäftsbedingungen des jeweiligen Veranstalte

(5) Die Auswahl der Tickets und die Festlegung der Anzahl der Tickets sowie deren Bestellung erfolgt in folgenden Schritten:

  1. Auswahl der Veranstaltung
  2. Auswahl des Veranstaltungs-Tages, der Uhrzeit bzw. des Ortes bei Veranstaltungen die sich wiederholen.
  3. Eingabe des Vor- und Nachnamens des Ticketinhabers und Geburtsdatums zur Personalisierung des Tickets sowie dessen e-Mail-Adresse, wenn diese seitens des Gestzgebers zum Zwecke der Nachverfolgung währen einer Pandemie gesetzlich verlangt wird. Diese persönlichen Daten werden nur in und für eine pademische Situation und nur sollange, wie dies vom Gesetzgeber verlangt wird gespeichert
  4. Prüfung der Angaben im Warenkorb.
  5. Stellen Sie fest, dass so noch weitere Tickets erwerben möchten, müssen Sie zuvor die bereits gewählten Tickets aus dem Warenkorb löschen. Danach beginnen Sie mit Ihrem Bestellvorgang erneut. 
  6. Aufrufen der Bestellübersicht durch Anklicken des entsprechenden Buttons „Weiter zur Kasse“.
  7. Eingabe/Prüfung der Adress- und Kontaktdaten, Auswahl der Zahlungsart, Bestätigung der AGB und Widerrufsbelehrung,
  8. Abschluss der Bestellung durch Betätigung des Buttons „Jetzt kaufen“. Dies stellt Ihre verbindliche Bestellung dar.

 

§4 Ticket-Preise 

Bei der Internet-Bestellung werden Service- und Versandkosten erhoben, die je nach Veranstaltung variieren können. Diese Gebühren werden den Kunden bei der Bestellung im Warenkorb angezeigt, darüber hinaus entstehen keine weiteren nicht ausgewiesenen Kosten.

Der Kunde bestätigt im Online-Buchungsprozess die dort aufgeführten Ticketendpreise und Versand oder Bearbeitungsgebühren. Alle Preisangaben im Online-Bestellprozess verstehen sich inklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Die so vor Vertragsschluss angezeigten Gebühren sind Bestandteil des Vertrages zwischen dem Kunden und dem Veranstalter. RSD speichert die Bestelldaten und sendet selbige sowie diese AGB (als Link) dem Kunden per E-Mail zu. 

§5 Überprüfung der Tickets 

Der Kunde ist verpflichtet, die Tickets unverzüglich nach Erhalt auf Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben auf dem Ticket (Name, Datum, Uhrzeit der Veranstaltung, Ticketpreis etc.) zu überprüfen. Reklamationen sind gegenüber der RSD unverzüglich in Textform (E-Mail, Brief) zu erklären. 

§6 Besondere Bedingungen für die Nutzung des print@home-Systems 

Im sogenannten print@home-Verfahren druckt sich der Kunde sein online gekauftes Ticket sofort nach Abschluss des Kaufvertrages oder nach Zahlungseingang und anschließender Freischaltung das entsprechende Ticket über seinen Internetzugang an seinem PC aus. Die Eindeutigkeit des Tickets ist hierbei durch einen aufgedruckten Barcode gegeben, der beim Zutritt zur Veranstaltung mit einem sogenannten Barcodescanner überprüft wird. Der mehrfache Besuch einer Veranstaltung durch vervielfältigte Tickets ist somit unmöglich. Der Wert eines print@home-Ticket besteht demnach nicht in der Einzigartigkeit des Tickets (im Normalfall weißes Papier), sondern in der Einmaligkeit der Information des Barcodes. Der Kunde ist verpflichtet, das Ticket vor der Vervielfältigung durch Dritte geschützt aufzubewahren. Bei Verlust und/oder Missbrauch des Tickets besteht kein Anspruch des Kunden auf Besuch der Veranstaltung oder Erstattung von Ticketentgelt. Der Weiterverkauf von Tickets an Dritte, die im Rahmen des print@home-Verfahrens gekauft wurden, ist verboten. Bei Zuwiderhandeln verlieren der Ticketkäufer bzw. der Ticketinhaber das Recht zum Veranstaltungsbesuch ohne Anspruch auf Erstattung des Ticketpreises oder der vorbezeichneten Ticketgebühren. Wer Tickets unerlaubt vervielfältigt und/oder in Umlauf bringt, kann vom Veranstalter für etwaige Folgeschäden haftbar gemacht werden. Zudem erfolgt in jedem Fall eine strafrechtliche Verfolgung (Leistungserschleichung, Betrug, Urkundenfälschung).

§7 Kein gewerblicher Weiterverkauf von Tickets 

Tickets werden nur an Endkunden verkauft. Ein gewerblicher Weiterverkauf ist grundsätzlich verboten, sofern dies nicht beim Kauf anders vereinbart wurde. Der Weiterverkauf von Tickets bedarf der ausdrücklichen vorherigen Zustimmung der RSD in Textform. 

§8 Widerrufsrechts

Nach § 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB ist bei Fernabsatzverträgen über Dienstleistungen im Zusammenhang mit Freizeitbetätigungen, die einen spezifischen Termin oder Zeitraum für die Leistungserbringung vorgesehen, ein Widerrufsrecht ausgeschlossen. Dem Kunden steht daher kein Widerrufsrecht für die Bestellung der von RSD im Namen und auf Rechnung des jeweiligen Veranstalters angebotenen Dienstleistungen im Zusammenhang mit Freizeitbetätigungen, insbesondere Bestellungen von Tickets für Veranstaltungen, zu. Jede Bestellung von Tickets ist damit unmittelbar nach Bestätigung durch die RSD namens des Veranstalters bindend und verpflichtet den Kunden zur Abnahme und unverzüglichen Bezahlung der bestellten Tickets. Die RSD hat das Recht, bis zum Vortag der Veranstaltung nicht bezahlte Tickets in den Vorverkauf zurückzugeben. In diesem Fall besteht weiterhin den Anspruch auf Zahlung der vertraglich geschuldeten Vorverkaufs-, System-, Bearbeitungs- und Versandgebühren. Weitergehende Schadenersatzansprüche des jeweiligen Veranstalters aus dessen Vertragsverhältnis mit dem Kunden bleiben ggf. daneben bestehen. 

§9 Gewährleistungsansprüche des Kunden (Ausfall, Verlegung etc. einer Veranstaltung) 

(1) Gewährleistungsansprüche des Kunden im Zusammenhang mit einer Veranstaltung bzw. einer von der RSD im Namen und auf Rechnung des jeweiligen Veranstalters vermittelten Leistungen bestehen nur gegenüber diesem Veranstalter. Die RSD haften nicht für die Durchführung der Veranstaltung oder die Erstattung von gezahlten Ticketpreisen im Falle von ausgefallenen, verschobenen Veranstaltungen. Die RSD haften ferner auch nicht für hieraus entstehende Schäden. 

(2)Im Falle der Verlegung oder des Ausfalls einer Veranstaltung sind sämtliche Ansprüche vom Kunden direkt gegenüber dem jeweiligen Veranstalter geltend zu machen. Ein Anspruch auf Rücknahme Tickets durch die RSD besteht nicht. Die RSD wird sich jedoch bemühen, die Angelegenheit im Interesse des Kunden zu regeln. Eine Rücknahme von Tickets setzt voraus, dass der Veranstalter die RSD mit der Rückabwicklung beauftragt und die RSD die zu erstattenden Gelder vor der Rückerstattung vom Veranstalter erhalten. Die Rückabwicklung wird von der RSD im Namen und auf Rechnung des jeweiligen Veranstalters durchgeführt. Sofern die RSD im Auftrag eines Veranstalters Tickets zurücknehmen, gilt dies nur für Tickets, die auch von der RSD vermittelt wurden. Eine Rücknahme der bei anderen Stellen erworbenen Tickets ist nicht möglich. 

§10 Insolvenz des Veranstalters 

Im Falle der Insolvenz des Veranstalters besteht kein Anspruch gegen der RSD auf Ausgleich einer Forderung des Kunden gegen den Veranstalter. Der Kunde hat seine Ansprüche im Insolvenzfall direkt gegenüber dem Veranstalter bzw. dem zuständigen Insolvenzverwalter geltend zu machen. 

$11 Kein Umtausch von Tickets 

Ein Umtausch von Tickets ist ausgeschlossen. 

§12 Zahlung 

(1) Die RSD ist von den jeweiligen Veranstaltern beauftragt, die Bezahlvorgänge im Rahmen des OnlineTicketverkaufs abzuwickeln. Zu diesem Zweck haben diese Veranstalter die RSD vorab ermächtigt, sämtliche laufend durch Online-Verkäufe entstehenden Forderungen im Namen und auf Rechnung des jeweiligen Veranstalters gegenüber dem Kunden geltend zu machen und außergerichtlich sowie gerichtlich durchzusetzen. Die vorerwähnten Forderungen des Veranstalters schließen sämtliche sogenannten Systemgebühren, Vorverkaufsgebühren, Bearbeitungs- und Versandkostenpauschalen ein, die im Ticketkaufgeschäft zwischen Veranstalter und Kunden vereinbart werden. 

(2) Die RSD führt den Einzug von Kreditkartenzahlungen und Lastschriftaufträgen der Kunden im Namen und auf Rechnung des jeweiligen Veranstalters durch. Die Kreditkartenbelastung erfolgt im Augenblick des Ticketkaufs. Beim Lastschriftverfahren erfolgt der Bankeinzug am Tag der Versendung des vom Kunden bestellten Tickets. 

(3) Bei einer Lieferung von Tickets in das Nicht-EU-Ausland fallen keine Zölle, Steuern oder Gebühren an. 

§13 Erfüllungsort, Gerichtsstand 

Alleiniger Erfüllungsort für Lieferung, Leistung und Zahlung ist Dresden, sofern der Kunde Unternehmer i.S.v. § 14 BGB ist. Ist der Kunde Kaufmann, ist Dresden ausschließlicher (auch internationaler) Gerichtsstand für alle sich aus dem Vertragsverhältnis unmittelbar oder mittelbar ergebenden Streitigkeiten. Dies gilt im Falle von grenzüberschreitenden Verträgen auch für Nichtkaufleute. 

§14 Keine Bereitschaft zur Teilnahme an Streitbeilegungsverfahren 

Die RSD ist nicht bereit und verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen. Die Plattform der EU-Kommission zur OnlineStreitbeilegung ist erreichbar unter: www.ec.europa.eu/consumers/odr 

§15 Anwendbares Recht 

Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Bestimmungen des UNKaufrechts finden keine Anwendung

Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit, die du unter https://ec.europa.eu/consumers/odr findest. Wir sind bereit, an einem außergerichtlichen Schlichtungsverfahren teilzunehmen.